Wil­helm Hein­rich Gad­de (* 23.04.1905 Elms­horn), Bä­cker­ge­sel­le

13. De­zem­ber 1935
Fried­rich­str., jetzt Klos­ter­san­de 17, Elms­horn

An­ge­klag­ter im ers­ten Of­fen­born-Pro­zess (Ge­schäfts­num­mer 10.0.Js.143.35.A.), Ver­ur­tei­lung am 13.12.1935 we­gen Vor­be­rei­tung zum Hoch­ver­rat zu 6 Jah­ren Zucht­haus, 6 Jah­ren Ehr­ver­lust und Zu­läs­sig­keit der Po­li­zei­auf­sicht.

„.. Gad­de ist seit dem Jah­re 1932 Mit­glied der KPD und der Ro­ten Hil­fe. Eine Funk­ti­on hat er in der Zeit vor der Macht­über­nah­me – ab­ge­se­hen von Ku­rier­diens­ten – nicht aus­ge­übt. Er ist im Fe­bru­ar 1933 zum J.-Lei­ter bei der Un­ter­be­zirks­lei­tung Al­to­na er­nannt wor­den und als sol­cher bei der Wie­der­an­knüp­fung der Be­zie­hun­gen zwi­schen den Par­tei­or­ga­ni­sa­tio­nen und der Un­ter­be­zirks­lei­tung tä­tig ge­wor­den, hat auch Bei­träg(e) ge­zahlt. Gad­de ist fer­ner­hin Lei­ter des Ver­tei­le­rap­pa­ra­tes ge­we­sen, eine für die Auf­recht­er­hal­tung de(s) or­ga­ni­sa­to­ri­schen Zu­sam­men­hal­tes der KPD wich­ti­ge Funk­ti­on.

In sei­ner Ei­gen­schaft als Ver­sand­lei­ter hat er die Ver­brei­tung der RGO `Der Klas­sen­ge­werk­schaft­ler´, der durch die Rote Hil­fe ge­lie­fer­ten `So­li­da­ri­tät´ und der Zei­tun­gen `Ham­bur­ger Volks­zei­tung´, `Rote Fah­ne´, `Le­ni­nist´, ge­lei­tet. …“[1]

Er­stellt von Er­hard Vogt



[1] Ur­teil des 3. Straf­se­nats des Kam­mer­ge­richts Ber­lin vom 13.12.1935 (Ge­schäfts­num­mer 10.0.Js.143.35.A.), Quel­le: Stadt­ar­chiv Elms­horn.

Veröffentlicht von Erhard Vogt am

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